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Bundesweiter Warntag am 10. September: Deutschland testet den Ernstfall

29. August 2026 Hoagascht Redaktion
Bundesweiter Warntag am 10. September: Deutschland testet den Ernstfall

Bundesweiter Warntag am 10. September ab 11 Uhr: Das gilt auch im Landkreis Straubing-Bogen

Warntag am 10. September: Kein Grund zur Sorge

Kurz und knapp: Am Donnerstag, 10. September 2026, testet Deutschland ab 11 Uhr seine Warnsysteme – Sirenen, Radio und vor allem auch die Handys. Euer Smartphone gibt dabei einen lauten, ungewohnten Warnton ab, selbst wenn es eigentlich auf lautlos oder stumm gestellt ist. Das ist eine geplante Übung, keine echte Gefahr. Wer Bescheid weiß, muss sich nicht erschrecken.

Was ist der Bundesweite Warntag?

Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er findet in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt – 2026 ist das der 10. September. Ziel ist es, die technischen Warnsysteme in Deutschland auf Herz und Nieren zu prüfen und gleichzeitig der Bevölkerung zu zeigen, wie eine Warnung im Ernstfall überhaupt aussieht.

Warum das Handy auch bei euch laut wird

Der auffälligste Teil des Warntags spielt sich direkt in der Hosentasche ab: Über Cell Broadcast verschickt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Warnmeldung, die automatisch an alle Handys in Reichweite der Mobilfunkmasten geht – ganz ohne App, ganz ohne vorherige Anmeldung. Das Besondere daran: Der Warnton ist bewusst laut und schrill gewählt und wird auch dann abgespielt, wenn das Handy eigentlich stummgeschaltet oder auf lautlos gestellt ist. Genau deshalb kann es überraschen, wenn es plötzlich mitten in einer Besprechung oder beim Einkaufen lospiept. Wer die Warn-App NINA installiert hat, bekommt die Meldung zusätzlich dort angezeigt.

Wie läuft der Test ab?

Ab 11:00 Uhr verschickt das BBK die Probewarnung über das sogenannte Modulare Warnsystem (MoWaS) an alle angeschlossenen Kanäle. Je nachdem, was vor Ort verfügbar ist, kann das bedeuten:

Cell Broadcast löst auf allen erreichbaren Handys einen lauten Warnton aus
Die Warn-App NINA meldet sich zusätzlich auf dem Smartphone
Radio- und Fernsehsender unterbrechen kurz ihr Programm
Digitale Stadtinformationstafeln zeigen die Warnung an
Wo vorhanden, heulen Sirenen oder fahren Lautsprecherwagen

Gegen 11:45 Uhr folgt die Entwarnung über dieselben Kanäle.

Wichtig zu wissen: Die Teilnahme ist für Kommunen freiwillig. Nicht jede Gemeinde im Landkreis testet zwangsläufig eigene Kanäle wie Sirenen – welche Warnwege bei euch vor Ort konkret zum Einsatz kommen, erfahrt ihr am ehesten direkt bei eurer Gemeinde oder der örtlichen Feuerwehr. Der Handy-Alarm über Cell Broadcast läuft davon unabhängig praktisch überall automatisch mit.

Neu in diesem Jahr

Erstmals soll bei einem bundesweiten Warntag auch die Entwarnung über Cell Broadcast direkt aufs Handy kommen – bisher lief das oft nur über die Warn-Apps. Wer ein neueres Smartphone besitzt (Android ab Version 11, iPhone ab iOS 16.1), sollte den Warnton also möglicherweise gleich zweimal hören: einmal zur Warnung, einmal zur Entwarnung.

Warum die Übung wichtig ist

Zwei Gründe stehen dahinter: Zum einen deckt der Test mögliche technische Schwachstellen auf, bevor es im Ernstfall – etwa bei Hochwasser, Unwettern oder größeren Einsätzen – darauf ankommt. Zum anderen gewöhnen sich Bürgerinnen und Bürger an die Warntöne und wissen im Ernstfall schneller, wie sie reagieren sollen.

Kein Grund zur Sorge

Der Warntag ist eine angekündigte, geplante Übung – keine echte Bedrohung. Meldungen in der NINA-App und per Cell Broadcast tragen an diesem Tag ausdrücklich den Zusatz „Probewarnung". Wer möchte, kann vorab mit Kindern, älteren Angehörigen oder auch Haustieren besprechen, dass an diesem Vormittag kurz laute Töne vom Handy oder von Sirenen zu hören sein könnten – dann kommt der Alarm für niemanden überraschend.

Gut zu wissen für den Landkreis Straubing-Bogen

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, was bei Einsätzen und Sicherheitsthemen im Landkreis Straubing-Bogen passiert, findet aktuelle Blaulicht-Meldungen wie gewohnt in der Hoagascht-App – kostenlos und ohne Anmeldung.

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